Kosten und häufige Fragen
Hier finden Sie die wichtigsten Informationen zu Ablauf, Kosten und Rahmen meiner Arbeit.
Kosten und Krankenkasse
Was kostet eine Einheit?
Sie erhalten eine Honorarnote und überweisen den Betrag. Auf Wunsch ist auch Barzahlung möglich, Kartenzahlung biete ich nicht an.
Wie viel bekomme ich von der Krankenkasse zurück?
Ich bin Wahltherapeut und habe keinen Kassenvertrag. Vollfinanzierte Therapieplätze kann ich daher nicht anbieten. Sie bezahlen das Honorar zunächst selbst und reichen die Honorarnote bei Ihrer Krankenkasse ein.
Liegt eine Störung mit Krankheitswert vor, erhalten Sie für Einzeltherapie einen Zuschuss. Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) zahlt derzeit 33,70 Euro pro Sitzung, die SVS 50,00 Euro, die BVAEB 50,20 Euro (Stand 2026). Viele private Zusatzversicherungen übernehmen einen weiteren Teil der Kosten.
Was muss ich tun, um den Zuschuss zu bekommen?
Vor der zweiten Sitzung brauchen Sie eine ärztliche Bestätigung, zum Beispiel von Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt. Die ersten zehn Sitzungen sind danach ohne weitere Bewilligung zuschussfähig. Ab der elften Sitzung ist eine Bewilligung durch die Krankenkasse nötig. Den Antrag dafür bereite ich vor und bespreche ihn mit Ihnen, die Einreichung übernehmen Sie selbst.
Voraussetzung für den Zuschuss ist eine Diagnose. Sie erhalten von mir Honorarnoten mit Diagnose, die Sie direkt bei Ihrer Krankenkasse einreichen.
Gibt es vergünstigte Tarife?
Für Menschen mit geringem Einkommen, Studierende und Menschen in Ausbildung halte ich ein begrenztes Kontingent an vergünstigten Plätzen frei. Derzeit ist dieses Kontingent leider ausgeschöpft.
Kostengünstige Psychotherapie bieten in Wien unter anderem das Projekt TIRAM und die Psychotherapeutische Ambulanz der ÖAS an.
Was gilt bei Terminabsagen?
Vereinbarte Termine sind für Sie reserviert. Bitte sagen Sie diese mindestens 24 Stunden vorher ab, damit ich sie noch an jemand anderen vergeben kann. Kurzfristig abgesagte oder nicht wahrgenommene Termine muss ich leider verrechnen.
Ablauf
Wie vereinbare ich ein Erstgespräch?
Am besten per E-Mail an therapie@benjamin-wagner.com. Schreiben Sie mir gerne kurz, worum es Ihnen geht. Ich melde mich verlässlich innerhalb von 48 Stunden. Sie können mich auch unter +43 670 40 88 033 anrufen. Da ich während meiner Sitzungen nicht ans Telefon gehe, erreichen Sie mich per E-Mail in der Regel schneller.
Wie läuft das Erstgespräch ab?
Im Erstgespräch geht es zunächst ums Kennenlernen. Ich erfahre, was Sie zu mir führt und mit welchen Herausforderungen Sie kommen. Gemeinsam klären wir Ihr Anliegen und schauen, ob sich bereits ein erstes Ziel für die Therapie abzeichnet. Gleichzeitig können Sie sich ein Bild von mir machen und spüren, ob Sie sich bei mir gut aufgehoben fühlen.
Außerdem besprechen wir die Rahmenbedingungen: Honorar und Kostenzuschuss, Bezahlung, Absageregel, die Häufigkeit der Termine und meine Arbeitsweise, ebenso Freiwilligkeit und Verschwiegenheit.
Für das Erstgespräch nehme ich mir eine volle Einheit Zeit und verrechne es zum regulären Honorar. Zeigt sich nach 15 oder 20 Minuten, dass die Chemie nicht passt oder ich nicht der Richtige für Ihr Anliegen bin, beenden wir das Gespräch. Gerne empfehle ich Ihnen dann Kolleg:innen weiter, und das Erstgespräch verrechne ich nicht.
Wo ist die Praxis, und wie komme ich hin?
Meine Praxis befindet sich in der Heumühlgasse 10/6, 1040 Wien, direkt am Naschmarkt. Sie erreichen sie mit der U4, Station Kettenbrückengasse. Auch der Karlsplatz ist zu Fuß erreichbar.
Die Praxis ist leider nicht barrierefrei. Es gibt einen Lift, der jedoch nur bis in den Halbstock fährt, danach folgen einige Stufen.
Da es keinen Wartebereich gibt, lasse ich Sie etwa fünf Minuten vor Beginn Ihrer Sitzung ein.
Wie lange dauert eine Einheit, und wie oft finden Termine statt?
Eine Einzelsitzung dauert 50 Minuten. Paar- und Familiensitzungen dauern 90 Minuten. Zu Beginn finden die psychotherapeutischen Sitzungen wöchentlich oder vierzehntägig statt. Ist der therapeutische Prozess weiter fortgeschritten, sind auch größere Abstände möglich.
Wie lange dauert eine Therapie insgesamt?
Das lässt sich im Vorhinein schwer sagen. Ich arbeite nach dem Grundsatz: so kurz wie möglich, so lange wie nötig. Manche Anliegen lassen sich in wenigen Sitzungen klären, andere brauchen Monate oder länger.
In regelmäßigen Abständen überprüfen wir gemeinsam, ob das Therapieziel noch stimmig ist und wie nah wir ihm bereits gekommen sind.
Mit wem arbeiten Sie?
Ich arbeite mit Erwachsenen und Jugendlichen ab 14 Jahren, in Einzel-, Paar- und Familientherapie. Gemeinsam mit meinem Kollegen Matthias Tschannett leite ich außerdem eine therapeutische Männergruppe.
Bieten Sie Online-Therapie an?
Ich arbeite bewusst in Präsenz in meiner Praxis. Im direkten Gegenüber entsteht vieles, das online verloren geht, zum Beispiel Körpersprachliches, und das halte ich für einen wesentlichen Teil therapeutischer Arbeit.
Wenn Sie bereits bei mir in Therapie sind und vorübergehend nicht in Wien sein können, etwa aus beruflichen Gründen oder während eines Auslandssemesters, setzen wir den Prozess in dieser Zeit online fort.
Grundlagen
Was ist Psychotherapie, und was bedeutet systemisch?
Psychotherapie ist eine wissenschaftlich fundierte Behandlung im Gespräch. Sie hilft, seelische Belastungen und psychische Erkrankungen zu verstehen und zu verändern. Meine Praxis verstehe ich dabei als Ort der Begegnung: mit sich selbst, mit neuen Gedanken und mit Gefühlen, die vielleicht lange keinen Raum hatten. Ein Raum, in dem Sie sich (neu) kennenlernen und beginnen können, anders über sich zu denken.
Systemische Psychotherapie sieht Menschen im Kontext ihrer Beziehungen. Diese Systeme beeinflussen unser Verhalten, und gleichzeitig nehmen wir selbst Einfluss auf sie. Verändert sich etwas in uns, wirkt sich das auch auf unsere Beziehungen und unser Umfeld aus. Dabei schaue ich nicht nur auf Probleme, sondern auch auf das, was bereits gelingt, auf Ihre Fähigkeiten und Kraftquellen.
Psychotherapie, Psychologie, Psychiatrie: Was ist der Unterschied?
Psychotherapeut:innen haben eine mehrjährige Ausbildung in einer bestimmten Therapiemethode abgeschlossen, meist aufbauend auf einem Grundberuf aus dem sozialen oder medizinischen Bereich. Ich selbst bin über die Sozialpädagogik zur systemischen Psychotherapie gekommen. Psychotherapeut:innen begleiten Menschen im therapeutischen Gespräch, oft über einen längeren Zeitraum.
Psycholog:innen haben Psychologie studiert. Klinische Psycholog:innen sind zusätzlich auf Diagnostik und psychologische Behandlung spezialisiert und arbeiten dabei oft mit Tests.
Psychiater:innen sind Fachärzt:innen. Sie stellen Diagnosen, behandeln psychische Erkrankungen und können Medikamente verschreiben, was bei manchen Krankheitsbildern eine wichtige Unterstützung ist.
Die Berufe ergänzen sich. Wenn es sinnvoll ist, etwa weil eine medikamentöse Unterstützung hilfreich sein könnte, empfehle ich eine Abklärung bei einer Psychiaterin oder einem Psychiater.
Brauche ich eine Diagnose, um zu kommen?
Nein. Sie können mit jedem Anliegen zu mir kommen. Eine Diagnose ist nur dann nötig, wenn Sie einen Zuschuss Ihrer Krankenkasse in Anspruch nehmen möchten. Gerne besprechen wir das ausführlicher im Erstgespräch.
Vertraulichkeit und Qualität
Wie steht es um Verschwiegenheit und Freiwilligkeit?
Alles, was Sie mir in der Therapie anvertrauen, unterliegt der gesetzlichen Verschwiegenheitspflicht nach dem Psychotherapiegesetz. Ich gebe ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung keine Informationen weiter, auch nicht an Angehörige, Arbeitgeber oder Ärzt:innen.
Ebenso wichtig ist mir die Freiwilligkeit. Therapie lebt davon, dass Sie aus eigenem Entschluss kommen. Deshalb können Sie die Therapie auch jederzeit beenden.
Erfährt meine Krankenkasse von der Therapie?
Nur wenn Sie einen Kostenzuschuss beantragen. Dann erhält Ihre Krankenkasse die Honorarnote mit Diagnose. Bezahlen Sie die Therapie selbst und beantragen keinen Zuschuss, werden keine Daten an die Krankenkasse übermittelt. Das bietet die größtmögliche Anonymität.
Wie sichern Sie die Qualität Ihrer Arbeit?
Als eingetragener Psychotherapeut bin ich zu regelmäßiger Fortbildung verpflichtet. Zusätzlich nehme ich mehrmals im Monat Supervision in Anspruch und bin Teil einer monatlichen Intervisionsgruppe.
Ihre Frage ist nicht dabei? Schreiben Sie mir gerne.
Erstgespräch vereinbarenIn einer akuten Krise
Diese Stellen sind rund um die Uhr für Sie erreichbar:
Weitere Notfallkontakte und Beratungsstellen finden Sie beim Österreichischen Bundesverband für Psychotherapie.